Vulkane und Taifuns

Der 2.462 Meter hohe Mayon ist ein Vulkan auf den Philippinen, etwa 330 Kilometer östlich der Hauptstadt Manila. Er befindet sich in der Bicol-Region am südöstlichen Ausläufer der Hauptinsel Luzón unweit der Stadt Legazpi City.
Mayon im Jahre 1926 in einer Ruhephase

Der Mayon steht am Scheidepunkt der eurasischen Kontinental- mit der philippinischen Platte, somit in einer tektonisch äußerst aktiven Gegend. Wegen seines nahezu perfekt geformten Kegels wird er von vielen als der schönste Vulkan weltweit bezeichnet.

Von Vulkanologen ist der Mayon als Schichtvulkan klassifiziert. Er brach in den letzten 400 Jahren über 50 Mal aus und ist damit der aktivste Vulkan der Insel. Zuletzt speit er seit dem 19. Juli 2006 erneut Asche aus. In einer sogenannten stillen Eruption tritt gleichzeitig Lava aus. Da man eine weitere schwere Eruption befürchtet, wurden am 7. August 2006 etwa 30.000 Personen aus der Umgebung des Vulkans evakuiert.

Der verheerendste Ausbruch ereignete sich am 1. Februar 1814. Damals begrub ein Lavastrom die Stadt Cagsawa vollständig, wobei 1.200 Menschen den Tod fanden. Durch eine weitere Eruption im Jahr 1993 starben 79 Menschen.

In der Nacht zum 1. Dezember 2006 lösten heftige Regenfälle des Taifuns Durian riesige Schlammlawinen aus. Sie töteten in Padang (Philippinen) und sieben benachbarten Dörfern nach Angaben des Roten Kreuzes fast 1.000 Menschen und machten eine Million obdachlos.